Müller bestätigt: "Zorniger trainiert VfB"
Es ist nur allzu verständlich, dass man beim VfB Stuttgart die ganze Konzentration auf den Abstiegskampf richten möchte. Doch die offene Trainerfrage für die nächste Saison funkt seit Wochen immer wieder dazwischen. Mitunter ein hausgemachtes Problem, denn jetzt ließ Hansi Müller, immerhin Mitglied im Aufsichtsrat, durchblicken, dass Alexander Zorniger bereits in den Startlöchern steht.
"Alexander Zorniger wird ab kommender Saison den VfB trainieren", sagte Hansi Müller am Montagabend in einem Talk bei "Servus-TV". Auf Nachfrage, ob dies auch für die 2. Liga gelte, sagte Müller: "Kann ich mir vorstellen." Damit lässt er durchblicken, dass man zwar kurz vor einer Einigung steht, ein Vertrag scheint indes noch nicht unterschrieben zu sein, wie einige Medien bereits berichtet hatten. Beim VfB führten die Aussagen intern zu Unruhe und die Drähte zwischen den Verantwortlichen glühten am Dienstagvormittag.
Es ist weniger der Fakt, dass der VfB mit Zorniger offenbar kurz vor einem Abschluss steht, relevant, als das Bild, dass der VfB mal wieder in der Öffentlichkeit abgibt. Präsident Bernd Wahler hat sich öffentlich rar gemacht und Sportvorstand Robin Dutt versucht, alle Kräfte auf den Abstiegskampf zu bündeln. Immer wieder stellt Dutt klar: "Wir konzentrieren uns nur auf den Klassenerhalt" - verständlich. Was Huub Stevens von den Diskussionen hält, kann man sich vorstellen. Der Niederländer hat noch einen Vertrag bis Saisonende.
Auch bei der Entlassung von Fredi Bobic stand der Aufsichtsrat im Verdacht, Interna zu dieser Personalie ausgeplaudert zu haben. Im September musste Wahler Medienberichte bestätigen, dass der Sportdirektor vor seiner Entlassung stehe. Bobic war erst kurz vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund über seine Demission informiert worden, nachdem erste Medienberichte bereits im Umlauf waren.
Bobic hatte danach im Interview mit dem kicker bereits deutliche Kritik am Aufsichtsrat geübt. "Das Problem ist, dass der Aufsichtsrat die Politik des Vereins bestimmt. Obwohl er eigentlich nur die Rolle als Kontrollorgan hat. Stattdessen wird von den Gremien viel zu viel gesprochen, und das auch nach außen." Damit sollte Bobic Recht behalten. Auch die Äußerungen von Müller, dürften intern für viel Gesprächsbedarf sorgen. Immerhin scheint man einen neuen Trainer zu haben.
Hansi Müller verrät: Zorniger wird VfB-Trainer
Soll Huub Stevens in Stuttgart beerben: Alexander Zorniger
Aufsichtsrat Hansi Müller (57) hat in einer Fernsehtalkrunde die Verpflichtung von Alexander Zorniger als künftiger Trainer des abstiegsbedrohten VfB Stuttgart bestätigt.
"Alexander Zorniger wird ab kommender Saison den VfB trainieren", verriet der frühere Nationalspieler beim österreichischen Sender "Servus-TV". Selbst ein Sturz in die 2. Liga soll laut Müller kein Ausschlusskriterium sein. Zuletzt hatten die Stuttgarter Nachrichten bereits über eine Einigung berichtet. Demnach habe sich der VfB mit dem gebürtigen Württemberger Zorniger auf eine Zusammenarbeit bis 2018 verständigt, die auch für die 2. Liga gelte.
Aus Respekt gegenüber Huub Stevens wolle man das Thema aber noch nicht publik machen. Die volle Konzentration gelte jetzt einzig und allein dem Abstiegskampf. Sollten die Schwaben den Gang in die 2. Bundesliga antreten müssen, "fehlen 40 bis 50 Millionen Euro im Budget. Da musst du einen richtigen Cut machen", warnt Müller. Der fünfmalige deutsche Meister hatte eine Stellungnahme bisher abgelehnt, Zorniger selbst die Meldung dementiert.
Um- und Neuaufbau mitgestalten
Die Verpflichtung von Zorniger als Nachfolger von Huub Stevens, der zum Saisonende aufhören dürfte, steht jedoch seit Monaten im Raum. Eine Einigung beider Parteien schien zuletzt Formsache. Die Stuttgarter Zeitung berichtete kürzlich, dass der Vertrag zwar noch nicht unterzeichnet sei, die Zusammenarbeit jedoch am Saisonende verkündet werde.
Zorniger, der unter Markus Babbel Co-Trainer beim VfB (Juli bis Dezember 2009) und zuletzt Chefcoach beim Zweitligisten RB Leipzig (2012 bis 2015) war, soll den Um- und Neuaufbau der Stuttgarter mitgestalten. Der 47-Jährige hatte seinen Spind bei RB am 11. Februar räumen müssen, nachdem der sportliche Erfolg über längere Zeit ausgeblieben war.
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