Causa Marc Wilmots: Rückkehr zu Schalke 04?
Noch müssen sich alle gedulden: Marc Wilmots wird die Entscheidung über seine Zukunft erst nach dem Länderspiel gegen Wales am 12. Juni bekannt geben.
Kommt er nun oder kommt er nicht? Nachdem Marc Wilmots dem FC Schalke 04 bereits im Herbst letzten Jahres absagte, steht sein Name nach dem Scheitern von Roberto Di Matteo erneut ganz oben auf der königsblauen Agenda. Schalke ist derzeit ohne Steuermann und muss sich auf ein mögliches "Ja" des Belgiers noch gedulden. Wir nehmen dies zum Anlass und beantworten vier Fragen zur Causa "Wilmots".
- Warum will Schalke ausgerechnet Marc Wilmots?
Der Belgier ist ein bekanntes Gesicht am Berger Feld, spielte sechs Jahre für den Klub und war am größten Triumph (UEFA-Cup-Sieg 1997) maßgeblich beteiligt. Wilmots ist das Abziehbild eines Schalker Musterprofis. Zielstrebig und mit Herzblut bei der Sache – eine echte Kämpfernatur. Nicht umsonst trägt er den Beinamen "Kampfschwein". Mit dem aktuellen belgischen Nationaltrainer wären die Gräben zwischen Fans und Verein wohl vorerst zugeschüttet. Zudem hat Wilmots bewiesen, dass er aus jungen Talenten und etablierten Profis ein Team formen kann. Das soll er nun auf Schalke ebenfalls machen.
Derzeit wirkt die Truppe der Königsblauen wie ein zusammengewürfelter Haufen von Individualisten. Dass die Mannschaft über große Qualität verfügt, ist unbestritten. Diese abzurufen, mehr noch, daraus ein Kollektiv zu gestalten, ist die Aufgabe, die Wilmots erfüllen, respektive zum Wunsch der Verantwortlichen erledigen soll.
- Woran hakt der Deal noch?
Wilmots muss eine schwere Entscheidung fällen. Die belgische Nationalmannschaft hat er aufgebaut und ihr wieder echten Glanz verliehen. Bei der WM 2014 in Brasilien scheiterten die "Red Devils" erst im Viertelfinale am späteren Finalisten Argentinien knapp mit 0:1. Bei der EM 2016 in Frankreich gelten die Belgier als Geheimfavorit und besitzen durchaus Chancen auf den Titel. Das alles würde Wilmots für das Engagement auf Schalke aufgeben.
Doch der 46-Jährige hat sich in seinem bis 2018 datierten Arbeitspapier eine Ausstiegsklausel einbauen lassen, die es ihm ermöglicht jederzeit gegen eine kolportierte Ablösesumme in Höhe von einer Million Euro seine Zelte abzubrechen und (zum Beispiel) in Gelsenkirchen neu aufzubauen. Dass der Eurofighter dem Traditionsklub immer noch verbunden ist, machte er gegenüber Goal bereits deutlich. Abgeneigt ist Wilmots nicht. Eine Entscheidung für Schalke hängt allerdings auch von der Perspektive ab. Diese ist gegeben. Schalke 04 muss quasi bei Null anfangen, Wilmots könnte den Klub zu neuem Glanz verhelfen. Es wäre zugleich die Herausforderung als Klub-Trainer erfolgreich zu sein, denn dies ist er – bei allem Lob für ihn – noch schuldig geblieben.
- Was müsste Wilmots auf Schalke verändern?
Die Hauptaufgabe liegt darin, aus der Mannschaft auch wieder eine verschworene Einheit zu formen. Ex-Trainer Roberto Di Matteo scheiterte genau an dieser Herausforderung. Schalke 04 soll auch wieder wie Schalke 04 auftreten. Der erbärmliche und kaum anzusehende Fußball soll der Vergangenheit angehören, wie Sportvorstand Horst Heldt unmissverständlich klarstellte. Wilmots kennt den Klub aus dem Inneren, weiß, was geboten ist.
Da sich bereits bis zu sieben Spieler (inklusive auslaufender Verträge) verabschiedeten oder wie Sidney Sam und Kevin-Prince Boateng rausgeworfen wurden, ist eine Veränderung des Lizenzspielerkaders bereits im Gange. Jugendspieler sollen zudem eingebunden werden. Wichtig wird sein, dass beim FC Schalke 04 wieder Aufbruchsstimmung herrscht. Lust auf Fußball, Lust auf die neue Saison. Mit Wilmots wäre zumindest ein Kandidat an der Reihe, der Hoffnung macht, dass dies so eintreten könnte.
Horst Heldt will mit Wilmots gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen
- Kommen Marc Wilmots und Horst Heldt zurecht?
Es spräche kaum etwas dagegen. Wilmots gilt zwar als Machtmensch, der sich – einmal einem Ziel verschrieben – dieser Aufgabe voll widmet und dies von seinem Stab ebenfalls eindringlich verlangt. Allerdings ist er zugleich auch ein Teamplayer. Der Belgier deckt alle Felder ab, will stetig über alles und jeden informiert sein – dies nennt man akribische Arbeitsweise. Jedoch besitzt er eine große Reputation bei den Anhängern, gilt somit im Verein sofort als mächtig. Horst Heldt als sein Vorgesetzter könnte sich keine öffentlichen Meinungsverschiedenheiten leisten, dazu ist die Position des aktuell kritisch beäugten Managers zu sehr geschwächt.
Dennoch aber ist Heldt bestrebt, Wilmots mit ins Boot zu holen – das spricht für dessen Weitsicht und dem Anliegen im Wohle des Klubs zu handeln und sich selbst dabei sogar etwas einzuschränken. Wilmots ist ein Rettungsanker, der sich zum Retter des Schalker Fußballs aufschwingen könnte. Hat der in Dongelberg geborene Ex-Knappe Erfolg, nimmt sich Heldt damit selbst aus der Schusslinie. Dass Wilmots bei Scheitern seinen Ruf auf Schalke beschädigen könnte, ist Kokolores. Huub Stevens ist in seiner zweiten Amtszeit ebenfalls gescheitert, trotzdem feiern ihn die Anhänger immer noch.

Gündogan wechselt offenbar nicht zum FC Bayern
Der Mittelfeldspieler wechselt Medienberichten zufolge nicht zum FC Bayern München. Grund sollen auch seine "exorbitanten" Gehaltsforderungen sein.
Zuletzt äußerte sich Ilkay Gündogan von Borussia Dortmund offen über Verhandlungen mit dem FC Bayern München. Medienberichten zufolge ist der Transfer nun aber endgültig geplatzt.
Wie die Bild in Erfahrung gebracht haben will, wird der Mittelfeldfeldspieler nicht in die bayerische Hauptstadt wechseln. Demnach wären die Verhandlungen zwar weit fortgeschritten gewesen, letztlich hätten sich aber sowohl Karl-Heinz Rummenigge als auch Pep Guardiola klar gegen eine Verpflichtung ausgesprochen.
Damit hätten sie Matthias Sammer und Michael Reschke überstimmt - Auslöser soll Gündogans schwacher Auftritt im DFB-Pokal-Finale gegen den VfL Wolfsburg (1:3) gewesen sein. Zudem, so das Blatt weiter, wäre der deutsche Rekordmeister nicht bereit, die "exorbitanten" Gehaltsforderungen des 24-Jährigen zu erfüllen.
Der Abschied ist dennoch weiter beschlossene Sache. "Er wird uns im Sommer verlassen", hatte Hans-Joachim Watzke kürzlich erklärt. Gündogan selbst bestätigte in Berlin Verhandlungen mit Bayern und Barcelona. Ein Wechsel nach Katalonien scheint aufgrund der Transfersperre jedoch nur schwer realisierbar.
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