terça-feira, 1 de setembro de 2015

Favre muss mit der "Innenseite der Köpfe" arbeiten - GERMANY

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Gladbach: Meyer setzt auf Zusammenhalt im Team


Bei Borussia Mönchengladbach ist derzeit der "Wurm drin", wie selbst Kapitän Tony Jantschke eingestehen muss. Erfolgscoach Lucien Favre, der die "Fohlen" 2011 erst vor dem Abstieg bewahrte und dann zurück in ungeahnte Höhen führte, ist nun als Krisenmanager gefragt. Allerdings bleibt man im Verein vergleichsweise ruhig. Panik-Käufe? Fehlanzeige. Auf dem Transfermarkt verkniff man sich trotz einiger Probleme einen Schnellschuss.
Präsidiumsmitglied Hans Meyer und Erfolgstrainer Lucien Favre
Im regen und vertrauensvollen Austausch: Präsidiumsmitglied Hans Meyer und Erfolgstrainer Lucien Favre.
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In Gladbach hatte man sich so sehr auf die Champions League gefreut, landete mit Juventus Turin, Manchester City und dem FC Sevilla in der wohl spektakulärsten Gruppe, und jetzt muss man sich plötzlich mit einer handfesten sportlichen Krise auseinandersetzen. Die Vorfreude bei den Fans hat das freilich nicht getrübt, die Partien gegen Juve und ManCity waren sofort ausverkauft und auch gegen Sevilla dürfte es allenfalls Restkarten geben. Doch hinter den Kulissen muss man sich mit dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte auseinandersetzen.
Vor allem die wackelige Defensive (2:8 Tore) sticht negativ heraus. "Die defensive Stabilität war nicht nur in der Rückrunde der Vorsaison die Basis für die großartigen Resultate, sondern das eigentliche Unterpfand für die sensationell guten vier Jahre unter Lucien Favre", analysiert Präsidiumsmitglied Hans Meyer in einem Interview auf der Website des Vereins. Aber die Gründe liegen für den Ex-Coach der "Fohlen" auch auf der Hand. "Eine Handvoll Basisspieler des letzten Spieljahres wie Stranzl, Dominguez, Johnson, Nordtveit und Hahn" hätte man wegen Verletzungen und Sperren ersetzen müssen.
Fast schon ratlos fragt sich Jantschke, warum es derzeit nicht läuft. "Wenn wir das wüssten, würden wir es sofort umstellen. Im Moment läuft es einfach nicht rund, irgendwie ist der Wurm in allen Mannschaftsteilen drin", sagt der Kapitän. Die glitzernde Welt der Königsklasse scheint da weit weg. "An die Champions League brauchen wir momentan nicht viele Gedanken verschwenden. Die Liga ist der Alltag und das Wichtigste - und da müssen wir zusehen, dass wir schleunigst in die Spur kommen." Möglichst schon mit drei Punkten gegen HSV.
Am Trainer gibt es hingegen keinerlei Zweifel. Ein guter Analytiker und akribischer Arbeiter sei Favre, unterstreicht Meyer. Und er sei fest davon überzeugt, dass er die schwierige Phase überwinden werde. Neben dem "großartigen teammäßigen Zusammenhalt", den Meyer fordert, sei nun aber auch der Psychologe gefragt oder wie es der 72-Jährige ausdrückt: Favre sei nun damit konfrontiert, "mit der Innenseite der Köpfe der Spieler zu arbeiten".

Alvaro Dominguez kehrt langsam zurück

Dabei wird ihm dann bald auch wieder Alvaro Dominguez zur Verfügung stehen. Der Spanier soll nach Rückenproblemen wieder langsam an das Mannschaftstraining herangeführt werden. Zuvor hatte er in Spanien ein intensives Reha-Programm absolviert. "Wir sind mit dem Verlauf der Reha sehr zufrieden. Alvaro ist seit einer Woche wieder beschwerdefrei und in einem sehr guten Zustand", ist Reha-Trainer Andreas Bluhm optimistisch.

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