Seit 2008 bei Borussia Dortmund
Am Dienstagabend vermeldete der kicker, dass sich Neven Subotic und Borussia Dortmund in finalen Gesprächen über eine Vertragsverlängerung des Serben über 2016 hinaus näher gekommen sind. Am Mittwoch gab Subotic nun über seine sozialen Medien bekannt, dass er sein Arbeitspapier beim BVB bis 30. Juni 2018 ausgedehnt hat. Bereits zuvor hatte Subotics Innenverteidiger-Kollege Mats Hummels bestätigt, dass er seinen bis Juni 2017 laufenden Vertrag bei den Schwarz-Gelben erfüllen wird.
"Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung für den BVB. Dortmund ist zu meiner zweiten Heimat geworden. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zukunft mit unserem Team und unseren fantastischen Fans im Rücken", sagte Subotic nach der Vertragsunterschrift.
Subotic trägt seit Sommer 2008 bereits das Trikot der Schwarz-Gelben, der inzwischen 26-Jährige war damals von Mainz 05 nach Westfalen gewechselt. Beim BVB bildete er gemeinsam mit Mats Hummels (ebenfalls seit 2008 beim BVB) den sogenannten "Kinder-Riegel". Dieser wird nun weiter Bestand haben, denn auch Hummels wird dem Klub treu bleiben und nicht zu Manchester United wechseln.
Für die Borussen lief Subotic in 186 Bundesligaspielen auf (15 Tore, drei Vorlagen) und gehörte unter Trainer Jürgen Klopp zum Stammpersonal beim aktuellen Pokalfinalisten. Im November 2013 musste er allerdings einen Rückschlag verkraften. Ein Kreuzbandriss setzte den serbischen Nationalspieler bis Sommer 2014 außer Gefecht.
Neven ist als ganz junger Kerl zu uns gekommen. In nun mehr als sieben Jahren beim BVB ist er zu einem waschechten Borussen auf und neben dem Platz geworden.BVB-Sportdirektor Michael Zorc über Neven Subotic
In der Saison 2014/15 stand er in der Bundesliga 28-mal auf dem Platz (zwei Tore, kicker-Durchschnittsnote 3,35). Der 1,93 Meter große Verteidiger war beim deutschen Meistertitel 2011 sowie beim Doublesieg 2012 fester Bestandteil des Teams von Trainer Jürgen Klopp. Auch im Champions-League-Finale 2013 gegen den FC Bayern (1:2) stand er über die gesamte Spielzeit auf dem Platz.
Einen persönlichen Sonderpreis heimste er übrigens 2009 ein. Subotic erhielt die Auszeichnung für den Fußballspruch des Jahres, indem er in einem Interview über einen Gegenspieler sagte: "Er muss ja nicht unbedingt dahin laufen, wo ich hingrätsche."Sararer wechselt nach Düsseldorf
Der VfB Stuttgart setzt nach einer völlig verkorksten Saison sein Großreinemachen fort. Wie die Schwaben am Mittwoch bekannt gaben, verlässt Mittelfeldspieler Sercan Sararer (25) den VfB und wechselt zu Fortuna Düsseldorf.
Sararer durfte in Stuttgart zuletzt nicht mehr mit der Profimannschaft unter Trainer Huub Stevens trainieren und hielt sich stattdessen bei der U23 des Klubs fit, für die er zehn Saisonspiele in der 3. Liga bestritt. Bei der Fortuna erhält Sararer, der noch bis 2017 an den VfB gebunden war, einen Dreijahresvertrag.
Schalkes Trainer-Casting: Heldt unter Druck
Horst Heldt darf bei seinem fünften Cheftrainer-Casting keinen Fehler mehr machen. An Kandidaten und Bewerbern für die Nachfolge des zurückgetretenen Roberto Di Matteo mangelt es nicht.
"Sie glauben gar nicht, wie viele Leute sich schon seit Sonntag gemeldet haben", berichtete der angezählte 45-jährige Sportvorstand des Tabellensechsten. Heldt weiß, dass er sich nach dem "Missverständnis" Di Matteo keinen weiteren Fehlgriff erlauben darf: "Die Lösung muss für eine erfolgreiche Zukunft perfekt sein."
Bis zum Trainingsauftakt am 28. Juni möchte er gern den richtigen Mann gefunden haben. "Wir haben bisher mit noch keinem Kandidaten gesprochen", behauptete Heldt, nannte aber sein wichtigstes Auswahlkriterium: "Entscheidend wird in Zukunft die Art und Weise sein, wie wir Fußball spielen. Wir wollen, dass unsere Fans wieder stolz auf die Mannschaft sind."
Wilmots ganz oben auf der Wunschliste
Ganz oben auf der Wunschliste dürfte dabei Marc Wilmots stehen, der von 1996 bis 2002 als Spieler bei Schalke 04 zum "Kampfschwein" und Publikumsliebling wurde. Fraglich ist, ob der 46-Jährige vor der EM 2016 seinen Job als belgischer Nationaltrainer aufgibt. Laut einem "Bild"-Bericht soll im bis 2018 datierten Vertrag eine Klausel enthalten sein, die seinen vorzeitigen Ausstieg für eine Entschädigung von einer Million Euro möglich macht. Seine Erfahrungen als Vereinstrainer halten sich jedoch in Grenzen: 2003 wirkte er auf Schalke drei Monate als Interimscoach. In Belgien trainierte er 2004/2005 den Club VV St. Truiden.
Immer eine Erwägung wert sein dürfte bei den Königsblauen ihr "Jahrhundertrainer" Huub Stevens, der den VfB Stuttgart zum zweiten Mal vor dem Abstieg rettete, aber gehen musste. Bei seinem ersten Engagement führte der Niederländer den FC Schalke 04 zum UEFA-Cup-Gewinn (1997) und zweimal zum Pokalsieg (2001 und 2002). Bei der zweiten Anstellung auf Schalke 2011/12 wurde er vorzeitig entlassen. Der Disziplin-Fanatiker Stevens wäre der Typ, um Heldt ("In unserer Wohlfühloase muss sich viel ändern") beim Aufräumen im Spielerkader zu helfen.
Auch Thomas Schaaf ein Thema?
Nach seinem überraschenden Rücktritt bei Eintracht Frankfurt - fast zeitgleich mit der Demission von Di Matteo - ist auch Thomas Schaaf für den Chefposten in Gelsenkirchen im Gespräch. Er könnte der Mann sein, um Heldts gewollten Umbruch zentral zu gestalten. Denn der neue Trainer soll nicht nur "die Sorte Fußball verkörpern, den die Leute hier sehen wollen", sondern auch Spieler weiterentwickeln, "weil nächstes Jahr viele Talente im Kader stehen werden".
Dieses Anforderungsprofil würde noch idealer auf Schalkes Nachwuchstrainer Norbert Elgert passen, der mit dem U19-Team des Revierclubs zum zweiten Mal die deutsche Meisterschaft gewann und den Ruf als bester Fußball-Ausbilder Deutschlands bestätigte. Elgert selbst hat allerdings ausgeschlossen, Di-Matteo-Nachfolger werden zu wollen: "Das heißt aber nicht, dass wir nicht miteinander sprechen", meinte Heldt.
Breitenreiter verärgert
Schalke 04 ist bei der Trainierfindung jedoch immer für eine Überraschung gut gewesen - wie einst bei den Verpflichtungen von Frank Neubarth (2002/2003) oder Fred Rutten (2008/2009). 2009 waren mit viel Medienrummel Oliver Kahn als Manager und Stefan Effenberg als Coach im Gespräch, bevor die Schalker Felix Magath unter Vertrag nahmen.
Manager Heldt will sich bei der Trainersuche ohnehin nicht zu schnell festlegen, sondern offen in das Auswahlverfahren gehen: "Ich habe Zeit, mir alles anzuhören und mich auszutauschen, und ich bin auch in der Lage, mich begeistern zu lassen."
Nicht lustig findet es der Paderborner Coach André Breitenreiter, der auch für den 04-Chefposten gehandelt wird, Subjekt der Spekulationen zu sein. "Dass mein Name mittlerweile bei jeder frei gewordenen Trainerstelle fällt, nervt mich", sagte er.
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