segunda-feira, 17 de agosto de 2015

Dutt: "Wir haben schon schlechtere Spiele gewonnen"

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VfB-Sportvorstand schlägt nach der Köln-Pleite positive Töne an




Robin Dutt
Sah gegen Köln trotz der Pleite "schon ein Statement von uns": VfB-Sportvorstand Robin Dutt.
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kicker: Die Enttäuschung über den verpatzten Start ist nach diesem Spielverlauf sicherlich sehr groß, Herr Dutt?
Robin Dutt: Das Spiel war schon ein Statement von uns, wir haben viel von dem gesehen, was wir uns vorstellen. Es gibt kaum etwas zu kritisieren, außer dass wir die Chancen nicht verwertet haben. Fußball kann manchmal brutal sein. Entscheidend ist aber, dass die Leute auch nach einem verlorenen Spiel mit dem Gefühl nach Hause gehen, ein gutes gesehen zu haben. Das wird keiner in Abrede stellen.
kicker: Befürchten Sie, dass dieses Negativerlebnis der Mannschaft einen Knacks geben könnte?
Dutt: Nein, die Leistung heute muss eher zeigen, dass die Art Fußball zu spielen, funktioniert.
Das wird uns nicht aus der Bahn werfen.VfB-Sportvorstand Robin Dutt nach der 1:3-Heimpleite gegen Köln

kicker: Ist dieser Stil auch auswärts am kommenden Samstag in Hamburg so konsequent durchzuziehen?
Dutt: Wir machen keinen Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsspiel, wir versuchen unser Spiel durchzuziehen, egal wo.
kicker: Es war am Ende auch keine Frage der Kraft?
Dutt: Nein, man hat ja gesehen, dass wir nach dem Rückstand sofort zurückgekommen sind. Wir sind körperlich topfit, wir haben auch eine große Sprintfähigkeit, das hat das Spiel gezeigt. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und trotzdem verloren, aber das wird uns nicht aus der Bahn werfen. Dafür haben wir in der vergangenen Saison zu extreme Situationen durchlebt.
kicker: Kölns Trainer Stöger sagt, er sei sehr froh, weil er sicher ist, dass es künftig schwer wird, in Stuttgart zu punkten. Ist das ein versöhnliches Fazit?
Dutt: Es war auch für Köln schwer. Und das bleibt es auch hoffentlich. Natürlich sind wir total enttäuscht, denn wir haben schon schlechtere Spiele gewonnen.


Bayern erweist sich einmal mehr als Aufbauhelfer

Der FC Bayern München ist seit der Ära Uli Hoeneß deutschlandweit bekannt dafür, die helfende Hand für finanzgeplagte Vereine auszustrecken. Gerade im Osten der Republik erscheint der Rekordmeister regelmäßig - dieses Mal bei Drittligist Dynamo Dresden. Sportliche Werte hatte das Freundschaftsspiel für das Team von Trainer Pep Guardiola ebenfalls: Die Ersatzkräfte kamen neben den etablierten Stars zum Einsatz. Außerdem spielte sich der FCB beim 3:1 für die anstehenden englischen Wochen ein, wenngleich der Glanz fehlte.
Spaß im Regen: Arturo Vidal, Joshua Kimmich und Thomas Müller.
Spaß im Regen: Arturo Vidal, Joshua Kimmich und Thomas Müller.
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Uli Hoeneß, der vor seiner derzeitigen Haftstrafe wegen Steuervergehen jahrelang Manager und Präsident des FC Bayern gewesen ist, nannte seinen Verein einstmals "den menschlichsten aller Vereine". Mit Recht, wenn man auf die steten Hilfeleistungen des Bundesligisten blickt: Mehr als ein Dutzend Mal leistete der FCB seit 1993 finanzielle Hilfen für bedrohte Traditionsvereine, ohne dabei eine Antrittsprämiere zu kassieren; zum Beispiel nach der Jahrhundertflut 2002 in Riesa gegen eine sächsische Auswahl.
Dieses Mal verschlug es den deutschen Rekordmeister im Osten nach Stationen wie Energie Cottbus, Chemnitz, Erfurt, Magdeburg oder Union Berlin zur SG Dynamo Dresden. Sämtliche Erlöse aus dem Spiel sollen dem Medienunternehmer Michael Kölmel zugutekommen, womit die SGD bis Juni 2016 ein Darlehen aus den Jahren 1999 bis 2001 inklusive Zinsen zurückzahlen möchte. Inklusive der Fernsehrechte waren einst gut sieben Millionen Euro aufgelaufen, rund eine Million konnte dank einer Sonderzahlung der Mitglieder im April bereits getilgt werden.

"Höchster Ertrag in der Geschichte Dresdens"

Wie hoch der Gesamterlös diesmal sein könnte, hatte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Robert Schäfer vorab noch nicht sagen können. Gegenüber der "Sächsischen Zeitung" hatte er allerdings gesagt, er rechne damit, dass es "das Freundschaftsspiel mit dem höchsten Ertrag in der Geschichte Dresdens und wahrscheinlich auch deutschlandweit" werden würde. Zumindest das mit 30.730 Zuschauern ausverkaufte und deswegen höchst stimmungsvolle "Stadion Dresden" dürfte diese These untermauern. Ergo: Die Finanzspritze wird dem Klub künftig mehr Unabhängigkeit einbringen und im besten Fall sportlich wieder in Richtung Kurs 2. Liga hieven.

Anreise mit voller Manneskraft

Sportlich verkam die Partie für die Münchner zu einer Art Testspiel ohne ernsthaften Wettkampfcharakter, obwohl der FCB lediglich ohne die geschonten Robert Lewandowski, Manuel Neuer und Jerome Boateng angereist war. Auf dem Platz bekamen aber vornehmlich die Ersatzkräfte Einsatzzeiten weit über eine Stunde. So durften sich Dante, Juan Bernat, Joshua Kimmich, Pierre-Emile Höjbjerg, Sebastian Rode und Mario Götze längere Zeit bewähren. Gelungen ist das letztlich dem auffälligen Höjbjerg, der zwei Vorlagen bei den Treffern von Arjen Robben und Arturo Vidal beisteuerte - und mit Abstrichen 3:1-Schütze Juan Bernat sowie Einleiter Götze.
Dante dagegen ließ erkennen, dass er über wenig Spielrhythmus verfügt, während Rode teilweise die Bindung abhanden kam und ihm beinahe ein Eigentor nach Rückpass Richtung Sven Ulreich unterlief. Und auch Kimmich auf der Xabi-Alonso-Position erwies sich nicht unbedingt als möglicher Kandidat für einen Startelfeinsatz am kommenden Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) bei der TSG Hoffenheim.

Lahm: "Es war ein tolles Fest"

SG Dynamo Dresden
Tankten aufgrund einer ordentlichen Leistung Selbstvertrauen: die Spieler von Dresden.
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Dass es letztendlich ein lockeres 3:1 wurde, lag auch an Schlussmann Ulreich, der beim Stand von 0:0 gegen Niklas Kreuzer parierte. So sprachen die Akteure hernach auch vielmehr über den stimmungsvollen Abend selbst. "Es hat Spaß gemacht vor dieser unglaublichen Kulisse. Es war ein tolles Fest hier", gab Kapitän Philipp Lahm ein positives Fazit des Dresden-Trips auf der FCB-Website. Tom Starke, der in der zweiten Hälfte auflief, meinte: "Überragend, die Stimmung war klasse."
Den über 30.000 Fans machte auch das miese Wetter keinen Strich durch die Rechnung, der teils in Strömen fallende Regen sorgte vielmehr auf dem Rasen für die ein oder andere Rutschpartie. Nicht zu verachten: Die Lust der Dynamo-Spieler, die es immer wieder mit Leidenschaft gegen den amtierenden deutschen Meister versuchten und durch Tim Väyrynen & Co. für einen unterhaltsamen Kick sorgten. Der verdiente Lohn: Der Ehrentreffer von Pascal Testroet, der nach einem kapitalen Bock von Felix Pohl Keeper Ulreich lässig umkurvte und einschob. Selbstvertrauen wurde beim Tabellenführer der 3. Liga auf jeden Fall getankt - sportlich und dank der Bayern-Aufbauhilfe auch finanziell.

Statistik zum Spiel:

Dynamo Dresden - FC Bayern 1:3 (0:1)

Dynamo Dresden: Wiegers - Teixeira (46. Modica), Hefele (46. Aosman), J. P. Müller (87. Hagemann), Kreuzer - Andrich, Moll - Landgraf, Dürholtz (71. Fetsch), J. Müller - Väyrynen (71. Testroet)
FC Bayern: Ulreich (46. Starke) - Lahm (46. Vidal), Rafinha (63. Benatia), Dante (81. Steinhart), Bernat (81. Scholl) - Kimmich (63. Alonso), Hojbjerg (63. Alaba) - Benko (46. Weihrauch), Rode (81. Pohl), Götze (81. Green) - Robben (46. Müller) Schiedsrichter: René Rohde (Rostock)
Zuschauer: 30.730
Tore: 0:1 Robben (17.), 0:2 Vidal (48.), 0:3 Bernat (74.), 1:3 Testroet (86.)

Termine - Dynamo Dresden

Aug
23
So

Aug
26
Mi

Aug
29
Sa

Sep
06
So

weitere Infos zu Höjbjerg

Vorname:Pierre-Emile
Nachname:Höjbjerg
Nation: Dänemark
Verein:Bayern München
Geboren am:05.08.1995

weitere Infos zu Robben

Vorname:Arjen
Nachname:Robben
Nation: Niederlande
Verein:Bayern München
Geboren am:23.01.1984

weitere Infos zu Vidal

Vorname:Arturo
Nachname:Vidal
Nation: Chile
Verein:Bayern München
Geboren am:22.05.1987

weitere Infos zu Juan Bernat

Vorname:Juan
Nachname:Bernat Velasco
Nation: Spanien
Verein:Bayern München
Geboren am:01.03.1993

weitere Infos zu Testroet

Vorname:Pascal
Nachname:Testroet
Nation: Deutschland
Verein:Dynamo Dresden
Geboren am:26.09.1990


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