sábado, 3 de janeiro de 2015

Greenkeeper": Podolski lässt sich nichts von Matthäus sagen


  

 

 


Nationalspieler bei Inter Mailand
"#Greenkeeper": Podolski lässt sich nichts von Matthäus sagen

Mit seiner Rolle als Reservist beim FC Arsenal war Lukas Podolski nicht zufrieden – deshalb wechselt er nun zu Inter Mailand. Kritik des Ex-Mailänders Lothar Matthäus kontert er süffisant.


Seinen Fans beim FC Arsenal hat Lukas Podolski längst Goodbye gesagt. Sein neuer Klub Inter Mailand postet bereits Fotos, die den 29-Jährigen mit Trainer Roberto Mancini zeigen. Und Podolski selbst schreibt auf allen Kanälen: "Neues Jahr, neue Anfänge", was so viel heißt wie: "Alles ist fix." Er soll bis zum Saisonende von London nach Italien ausgeliehen werden, am Samstagmorgen absolvierte er den Medizincheck in Mailand. Anschließend besuchte der deutsche Weltmeister das Trainingszentrum des Tabellenelften der Serie A und traf Mancini. Am Nachmittagstraining nahm er noch nicht teil.
Bei Inter ist Podolski der achte Deutsche in der Vereinsgeschichte und folgt auf so prominente Namen wie Karl-Heinz Rummenigge, Lothar Matthäus oder Jürgen Klinsmann. "Die deutschen Spieler haben in Italien immer sehr gute Leistungen gezeigt", lobte Trainer Mancini. "Ich kenne Lukas sehr gut, er kann auf verschiedenen Positionen spielen, hat sehr viel Erfahrung und Qualität."
"Ich habe lange auf dieses Abenteuer gewartet. Ich will in Europa weiterkommen und der Mannschaft helfen, in die Champions League zurückzukehren", sagte Podolski. Inter, das vor gut einem Jahr vom indonesischen Investor Erick Thohir übernommen worden war, steht in der Zwischenrunde der Europa League und trifft auf Celtic Glasgow.
Podolski könne durch gute Leistungen mit Blick auf das Nationalteam wieder mehr auf sich aufmerksam, erklärte Matthäus bei Sky Sport News HD. "Lukas hat seine Qualitäten, die muss er jetzt aber wieder auf dem Platz unter Beweis stellen. Vorher haben wir gehört, er twittert mehr als er spielt. Er sollte sich mehr auf Fußball konzentrieren."
Die Antwort – natürlich via Twitter, wenn auch sicher von Podolskis Social-Media-Beauftragtem – ließ nicht lange auf sich warten:

Weitaus netter richtete sich Podolski zuvor an die Anhänger seines bisherigen Klubs. "Ich kann meine Dankbarkeit für die Arsenal-Fans nicht in Worte fassen, für alles was ihr für mich in meinen Jahren in London getan habt. Seid versichert, dass es in meinem Herz immer einen Platz für euch geben wird", schrieb er am Samstag bei Instagram. "Hoffentlich treffen wir uns wieder!"


Gemeinsam mit seinem Berater fuhr Podolski am Samstag zunächst in eine Klinik in Rozzano bei Mailand, bevor er den zweiten Teil des Medizinchecks beim Nationalen Olympischen Komitee Italiens (Coni) in Mailand absolvierte. Der 18-malige italienische Meister hofft, den Offensivspieler bereits am Dienstag in der Serie-A-Partie bei Meister und Tabellenführer Juventus Turin einsetzen zu können. Die Lombarden liegen mit 21 Punkten und nur fünf Siegen nach 16 Spielen auf einem enttäuschenden Mittelfeldplatz in der Serie A.
"Forza Inter, ich hoffe auf eine großartige Saison. Ich bin sehr glücklich, hier angekommen zu sein", sagte der 121-malige Nationalspieler bei seiner Ankunft in Mailand am Freitagabend. Am Flughafen war Podolski, der einen blau-schwarzen Schal um den Hals trug, von Hunderten Fans begeistert empfangen und gefeiert worden. Die "Gazzetta dello Sport" hat bereits ein Interview von 2007 ausgegraben, in dem Podolski sagt: "Ich bin Juve-Fan, aber die spielen dieses Jahr in der Serie B, also soll Inter die Meisterschaft gewinnen." Früher habe er Zinedine Zidane und Alessandro Del Piero angehimmelt erzählt der damals 21-Jährige weiter – es war die große Zeit der italienischen Liga in Podolskis Kindheit.
2012 war er vom 1. FC Köln zum FC Arsenal in die Premier League gewechselt. In dieser Saison kam der frühere Bundesliga-Profi allerdings nur auf zwölf Einsätze und erzielte dabei drei Treffer. Er hatte mehrmals seine zu geringen Einsatzzeiten in London beklagt. Das soll sich in Mailand schleunigst ändern.
Einer wird ihn in London ganz sicher vermissen:

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