Angst essen Dortmund auf
Die Krise des BVB geht einfach immer weiter, die Mannschaft fürchtet die große Blamage. Da tröstet nicht mal die Formschwäche des FC Bayern. Alles zum 19. Spieltag
Wer spielte wie gegen wen?
FC Bayern – FC Schalke 04 1:1
Borussia Mönchengaldbach – SC Freiburg 1:0
Hannover 96 – 1. FSV Mainz 05 1:1
Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg 1:1
Borussia Dortmund – FC Augsburg 0:1
TSG Hoffenheim – Werder Bremen 1:2
Hertha BSC – Bayer Leverkusen 0:1
1. FC Köln – VfB Stuttgart 0:0
SC Paderborn – Hamburger SV 0:3
Borussia Mönchengaldbach – SC Freiburg 1:0
Hannover 96 – 1. FSV Mainz 05 1:1
Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg 1:1
Borussia Dortmund – FC Augsburg 0:1
TSG Hoffenheim – Werder Bremen 1:2
Hertha BSC – Bayer Leverkusen 0:1
1. FC Köln – VfB Stuttgart 0:0
SC Paderborn – Hamburger SV 0:3
Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?
Dortmund gegen Augsburg. Jetzt mal ganz ehrlich und Hand hoch: Wer hätte das gedacht? Dass es einfach immer weiter geht, dass es nicht mehr aufhört. Dass Dortmund verliert und verliert und verliert und irgendwann vielleicht so oft verliert, dass es zu spät ist. Eigentlich vermutete man doch, der BVB würde sich,trotz aller spielerischen Defizite, in der Winterpause zumindest so weit sammeln, dass er die Saison rumpelig, aber am Ende doch fernab der Abstiegsplätze zu Ende spielt. Nach nicht mal einer Woche Rückrunde kann man sagen: Es ist anders. Also eigentlich ist nichts anders, das ist das Problem. Gegen den FC Augsburg überfiel die Dortmunder Spieler nach dem Gegentreffer diese Schwere, diese bleierne Bürde, die aus dem Kopfkino herrührt: "Was, wenn wir es wirklich versauen?" In Überzahl, mit zittrigen Füßen, hängenden Schultern und mit Gesichtern, in denen die Verzweiflung eingegraben war, spielte der BVB einen grauslichen Fußball. Nur zwei Torchancen kamen heraus. Dem Team von Jürgen Klopp droht der Albtraum, der dramatischste Absturz der 51-jährigen Bundesliga-Geschichte wird mit jedem Spiel realer. Diese Angst merkt man der Mannschaft an, derzeit Schritt für Schritt.
Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?
Irgendwie alle. Englische Wochen können ja ganz nett sein, im April vielleicht. Aber um diese Jahreszeit? Die DFL scheint die Bundesliga wohl für einen Selbstläufer zu halten. Schon Mitte Dezember musste die Zweite Liga, zur Freude aller Vereine und Fans, unter der Woche ran. Zu den meisten Spielen an diesem Februardienstag oder -mittwoch kamen dann auch tatsächlich weniger Fans als an einem durchschnittlichen Wochenende. Die Mannschaften passten sich an. Vier Unentschieden, insgesamt nur fünfzehn Tore. Für lange Winterabende empfehlen wir ein anderes Programm.
Udo Lattek. Der erfolgreichste deutsche Vereinstrainer starb am Wochenende. Die Nachricht wurde erst am Mittwoch publik, noch am selben Tag gab es vor den Bundesligaspielen eine Schweigeminute. Wie man sich an diesen Udo Lattek erinnert, hängt am eigenen Geburtsdatum. Wer, sagen wir, nach 1980 geboren ist, kannte Lattek als ergrauten Sprücheklopfer vom Spartensender. Ältere erinnern sich dagegen an den großen Trainer, der mit dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach acht Meistertitel und drei Europapokalsiege feiern konnte. Lattek war kein Fußballrevolutionär, eher ein Kommunikator, der es schaffte, Stars und solche, die es gerne gewesen wären, gleichermaßen zu motivieren. Disziplin ging dem ostpreußischen Bauerssohn über alles. Als er den FC Barcelona trainierte, ließ er Diego Maradona einmal auf dem Parkplatz stehen, weil der wieder einmal den Bus verpasst hatte. Udo Lattek wurde 80 Jahre alt. Von den fünf Bundesligavereinen, die er einst trainiert hatte, hat an diesem Spieltag nur Borussia Mönchengladbach gewonnen.
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