Da teilt einer mächtig aus. Thomas Tuchel geht trotz des Sieges seiner Mannschaft beim FC Porto mit den BVB-Profis hart ins Gericht, ohne Namen zu nennen. Sein Team habe nicht nur taktische Vorgaben, sondern auch ein wesentliches Ziel nicht umgesetzt.
Nanu, was war denn da los? Es brach förmlich aus Thomas Tuchel heraus. Die pure Unzufriedenheit. Als habe der Trainer vonBorussia Dortmundgerade das schlechteste Spiel seiner Mannschaft seit Jobantritt gesehen. Wie wenn derBVBgerade seine glänzende Ausgangsposition im Sechzehntelfinale derEuropa League
vergeigt hätte.
Tuchel motzt, was das Zeug hält
Doch all dem war nicht so. Dortmund gewann 1:0 beim FC Porto, souverän, abgeklärt, besonnen. Und dennoch motzte der 42-Jährige, was das Zeug hielt. „Unsere Leistung war weit von dem, was wir können“, meinte er im Gespräch mit „Sky“. „Auch wenn wir gewonnen haben, bin ich überhaupt nicht zufrieden.“
Tuchel redete sich regelrecht in Rage. „Unser Passspiel und unsere Raumaufteilung waren mangelhaft, wir haben nicht mit der nötigen Präzision gespielt, um zu Torchancen zu kommen. Insgesamt haben wir an Form verloren“, sagte er.
Tuchel sieht "unheimlich viel" Luft nach oben
Es sei unheimlich viel Luft nach oben. „Wir haben an Form verloren, es unheimlich kompliziert gemacht und dann nicht zurück in die Spur gefunden“, sagte er. „Es gibt viele Ansätze, um an unserem Spiel kritisch zu arbeiten.“
Dabei störte es ihn auch nicht, dass sein Team mit Porto einen Kontrahenten auf Champions-League-Niveau mit zwei Siegen und ohne Gegentor ausgeschaltet hatte. „Im Endeffekt ist es sehr, sehr glatt für uns gelaufen, damit war gegen einen starken Gegner wie Porto eigentlich nicht zu rechnen“, sagte Tuchel.
BVB habe Signal an die Konkurrenz verpasst
Sein Team hätte trotzdem viel mehr aus seiner Überlegenheit machen können, meinte er, hätte das Spiel „viel klarer gestalten können, um dann am Ende auch ein Signal in Richtung Konkurrenz zu setzen.“
Getty imagesGreift gerne strikt durch: BVB-Coach Thomas Tuchel
Er erlaube es sich nach so einer Leistung – trotz des Sieges – kritisch zu sein, erklärte er. Und dieses Signal dürften vor allem seine Spieler verstanden haben.
Fritz fehlt Werder wohl noch länger
Werder Bremen muss aller Voraussicht nach auch im Spiel gegen Darmstadt 98 am Samstag auf Kapitän Clemens Fritz verzichten.
"Momentan sieht es aus, als wäre er nicht dabei", sagte Werder-Trainer Viktor Skripnik über den am Sprunggelenk verletzten Leistungsträger. Der Routinier wird am Donnerstagabend in Bremen zurückerwartet, nachdem er sich bei Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth in München behandeln ließ.
Ohne Fritz haben die abstiegsbedrohten Hanseaten ein "Schlüsselspiel" vor der Brust. Coach Skripnik kündigte personelle Umstellungen im Mittelfeld an. "Die nächsten Tage wird zeigen, wer spielen wird. Da ist auch die zweite Reihe wichtig. Auch sie kann Spiele entscheiden", sagte Skripnik. "Wir haben ein Heimspiel und wollen attraktiven Fußball bieten."
Nenhum comentário:
Postar um comentário