domingo, 31 de janeiro de 2016

VfL Wolfsburg stolpert auch über Köln

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Modeste schießt die Wölfe in die Mini-Krise. Seit nunmehr fünf Siegen ist der VfL ohne Sieg. Die Analyse.
Der VfL Wolfsburg ist im Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 19. Spieltag der Bundesliga nur zu einem 1:1 (0:0) gekommen und hat seine Negativserie damit fortgesetzt.

Vor 29.156 Zuschauern in der Volkswagen Arena vergaben beide Mannschaften vor allem nach der Pause zahlreiche gute Möglichkeiten. Erst Julian Draxler schaffte es in der 67. Minute, eine davon zu nutzen. Anthony Modeste glich wenig später aus (75.).

Damit schafft es Wolfsburg nicht, seine Negativserie in der Bundesliga (die Wölfe warten seit sechs Spielen auf einen Sieg) zu beenden - es ist die längste Durststrecke unter Dieter Hecking.
Durch den Sieg bleibt der VfL auf Platz sieben und hat damit weiterhin sieben Punkte Rückstand auf Hertha BSC, das Platz drei, der die direkte Qualifikation zur Champions League bedeutet, innehat.

Matthias Lehmann kassierte nach einem Foul seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison und fehlt dem FC damit beim Auswärtsspiel in Hamburg.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff:
Dieter Hecking nimmt im Vergleich zur 2:3-Niederlage in Frankfurt zwei Wechsel vor: Luiz Gustavo ist zurück und rückt auf der Sechs ebenso in die Startelf wie Jung hinten rechts. Dafür bleiben Caligiuri und Träsch auf der Bank.

Peter Stöger rotiert nach dem 1:3 gegen den VfB stärker durch. Gleich vier Positionen werden ausgetauscht: Zoller, Mladenovic, Gerhardt und Mavraj stehen in der Startelf. Vogt und Osako sitzen auf der Bank. Der angeschlagene Heintz und Olkowski, der eine Denkpause erhält, stehen gar nicht erst im Kader.

7.: Rodriguez bringt einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld mit Zug zum Tor in den Sechzehner. Guilavogui steigt am höchsten und lässt das Leder über den Schädel rutschen - Horn ist mit einer Hand dran und lenkt den Ball um den rechten Pfosten.

14.: Einen langen Ball auf den Flügel verarbeitet Draxler weltklasse und legt ihn zurück auf Kruse, der sieben Meter vor dem Tor frei zum Abschluss kommt. Horn macht sich breit und lenkt den Ball mit dem Fuß zur Ecke.

54.: Köln wird frecher! Modeste setzt sich nach einer Flanke im Luftduell durch und wuchtet den Ball per Kopf Richtung Tor. Benaglio muss alles rausholen, um die Kugel noch zum Eckball zu klären.

55.: Jung geht über rechts durch und bringt den Ball flach in den Fünfmeterraum in den Lauf von Gustavo. Der lässt die Kugel nur leicht über seinen Fuß laufen und lenkt ihn dadurch gefährlich auf's Tor - Pfosten!
59.: Es geht jetzt Schlag auf Schlag! Mladenovic läuft durch das Zentrum und kommt 20 Meter vor dem Tor frei zum Schuss. Der Ball segelt in Richtung rechter Winkel - Benaglio streckt sich und lenkt ihn gerade noch um den Pfosten.

63.: Wieder kommt Modeste völlig frei zum Abschluss. Nach einem Diagonalball in die Spitze steht der Kölner im Strafraum komplett blank und könnte die Kugel sogar noch annehmen. Aus 13 Metern entscheidet er sich zum direkten Kopfball, bekommt aber nicht genug Druck dahinter. Benaglio hat ihn.

67., 1:0, Draxler: Nach einem Ballgewinn macht es der VfL schnell: Guilavogui öffnet auf den rechten Flügel zu Vieirinha, der direkt in den Strafraum flankt. Draxler stiehlt sich davon und nimmt den Ball volley aus der Luft. Die Kugel schlägt links unten im Kasten ein.

75., 1:1, Modeste: Bittencourt gewinnt den Ball und spielt direkt Modeste in der Spitze an. Wolfsburgs Rückwärtsbewegung ist desolat, der FC-Stürmer steht Eins-gegen-Eins mit Dante. Am Sechzehner schlenzt er den Ball vorbei am VfL-Verteidiger - und rechts oben ins Tor.

Fazit: Verdientes Resultat in einem völlig offenen Spiel mit mehreren Großchancen. Allein die Anzahl der Tore hätte höher ausfallen können.

Der Star des Spiels: Julian Draxler. Hatte gegen stark verteidigende Kölner einen schweren Stand und trieb den VfL trotzdem permanent an. Erzielte die Führung ganz stark selbst, zudem als Vorlagengeber bei zwei dicken Wolfsburger Chancen verantwortlich. Suchte zudem am häufigsten den Abschluss.

Der Flop des Spiels: Dante. Machte kein katastrophales Spiel, war aber in mehreren Situationen geistig komplett abwesend. Viele leichte Ballverluste und Fehlpässe, zudem nur mit 45,5 Prozent gewonnenen Zweikämpfen. Auch vor dem Gegentor zu langsam auf seinem Posten.

Der Schiedsrichter: Wolfgang Stark. Hatte einige knifflige Szenen zu bewerten, machte das aber sehr souverän. Wohl auch richtig, im Zweikampf von Mladenovic gegen Guilavogui nicht auf Elfmeter zu entscheiden (48.), da der Wolfsburger zu leicht zu Fall ging
Das fiel auf:
  • Stögers Plan, die Wolfsburger Innenverteidiger Dante und Naldo hoch anzulaufen und früh zu attackieren, ging auf. Immer wieder bekamen die Wölfe so Probleme beim eigenen Spielaufbau, der FC konnte kollektiv nachschieben und Druck ausüben, weil die VfL-Brasilianer nicht darauf eingestellt waren. Das führte beim VfL zu vielen Fehlpässen.
  • Mitte der ersten Halbzeit zogen sich die Gäste etwas zurück und pressten nur noch situativ. Das führte dazu, dass sich der VfL überhaupt nicht auf den Gegner einstellen konnte. Mal bekamen Naldo und Dante Zeit, den Ball zu treiben - dann fehlten durch Kölns kompakte Staffelung aber die Anspielpartner -, mal setzte sie Modeste früh unter Druck und brachte sie so in Bedrängnis.
  • Nach der Pause wurden beide Mannschaften mutiger, wodurch die Abstände zwischen den Ketten in der Rückwärtsbewegung nicht mehr so konsequent eingehalten werden konnten. Das hatte zur Konsequenz, dass es in der Phase zwischen der 50. und der 70. Minute fast im Minutentakt gefährliche Konter setzte.
  • Das Wolfsburger Plus im Ballbesitz täuschte nicht über die Schwächen des VfL in der Rückwärtsbewegung hinweg. Nach Ballverlusten dauerte es mehrfach viel zu lange, bis die Ketten der Wölfe nach hinten umschalteten. Das gab dem FC gute Kontermöglichkeiten.

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